Kompetenz-Netzwerk für Osteoporose-Interessierte

OSTEOPOROSE GLOSSAR

A

Amenorrhoe: Ausbleiben der Menstruationsblutung

Anamnese: Krankheitsvorgeschichte

B

Bisphosphonate: Substanzgruppe, die im Molekül zwei Phosphatgruppen enthält, die in den Knochen eingebaut werden und vor allem den Knochenabbau gezielt hemmt

BMD: Bone Mineral Density = Knochenmineraldichte

BMI: Body-Mass-Index, berechnet sich aus dem Körpergewicht (kg) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (m2). Die Formel lautet: BMI = Körpergewicht: (Körpergröße in m)2. Die Einheit des BMI ist demnach kg/m2.

C

Calcitonin: von der Schilddrüse gebildetes Hormon, Hemmung der Calciumfreisetzung aus dem Knochen

Calciumbedarf: der tägliche Calciumbedarf des Menschen beträgt 1000 mg bis 1500 mg

Cholecalciferol: Vitamin D

Compliance

a) Bereitschaft des Patienten, Hinweise und Verordnungen des Arztes zu befolgen

b) Bereitschaft des behandelnden Arztes, sich individuell auf den Patienten einzustellen

D

DXA-Knochendichtemessung: Röntgenmethode, misst die

(Österr. DEXA) Absorption eines feinen Röntgenstrahls in verschiedenen Skelettbereichen und berechnet daraus die Knochendichte

F

Fraktur: Knochenbruch

G

generalisierte Osteoporose: Osteoporose fast sämtlicher Knochen

genetisch: erblich bedingt

glucocorticoid-induzierte Osteoporose: durch Cortisonbehandlung verursachte Osteoporose

H

Habitus: Körperbeschaffenheit

high turnover: hoher Knochenumsatz

HRT „Hormonersatztherapie“, Abkürzung für engl. „hormon replacement therapy“, Behandlung von Frauen in/nach den Wechseljahren, bei der die fehlenden Geschlechtshormone ersetzt werden.

I

Indikation: Grund oder Umstand, eine bestimmte (ärztliche) Maßnahme durchzuführen.

isometrische Übungen: Muskelanspannung ohne Bewegungsanschlag

K

Klimakterium: Wechseljahre der Frau

Kalziumbilanz: Kalziumhaushalt

Knochenbiopsie: Knochenentnahme

Kontraindikation: Gegenanzeige: Grund oder Umstand, der einer normalerweise angezeigten ärztlichen Maßnahme entgegensteht

L

Laborparameter: Laborwerte

Laktoseintoleranz: durch Laktosemalabsorption verursachte Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Übelkeit und dgl.

Laktosemalabsorption: durch vorübergehenden oder permanenten Mangel an Laktase verursachte Unfähigkeit des Körpers, Milchzucker im Dünndarm zu resorbieren; die unverdaute Laktose wird in der Folge im Dickdarm durch Darmbakterien mittels Gärung verstoffwechselt, was zu den Symptomen der Laktoseintoleranz führt.

Lordose: Hohlausbiegung der Wirbelsäule

low turnover: geringer Knochenumsatz

M

manifeste Osteoporose: deutlich erkennbare Osteoporose

Marker: Kennzeichen, dessen Nachweis im Körper spezifisch für eine Erkrankung ist

Menopause: Aufhören der Regelblutungen in den Wechseljahren der Frau

Mikroarchitektur: Feinstruktur

Mirofraktur: Bruch der Knochenbälkchen

mobilisieren: beweglich machen

morphologisch: Gestalt und Aufbau des Organismus betreffend

N

neurologisch: die Nerven betreffend

Nikotinabusus: Nikotinmissbrauch

O

Oberschenkelfraktur:    Bruch des Oberschenkels an seinem oberen Ende

Obstipation: Verstopfung

Osteodensitometrie: Knochendichtemessung

Östrogen: weibliches Geschlechtshormon

Osteoblasten: knochenaufbauende Zellen

Osteoklasten: knochenabbauende Zellen

Osteologe: Knochenspezialist

Osteomalazie: Knochenerweichung

Osteopenie: Vorstufe der Osteoporose

Osteoporose: Knochenschwund

P

Parathormon: kalziumhaushaltsregelndes Hormon der Nebenschilddrüse

Peak Bone Mass: maximale Knochendichte

Phosphat: Salz der Phosphorsäure

prophylaktisch: vorbeugend, Schutz gegen Erkrankung bietend

R

Rachitis: Vitamin-D-Mangelerkrankung (Knochenerweichung)

Radius: Röhrenknochen des Unterarms

RANKL (Receptor Activator of NK-KB Ligand); Protein, das die knochenabbauenden Osteoklasten aktiviert

Resorption: Aufnahme von Stoffen aus dem Darm in das Blut

S

Skoliose: Wirbelsäulenverbiegung

spezifisch: kennzeichnend

stabilisieren: festigen

Steroidosteoporose: durch Cortisonbehandlung verursachte Osteoporose

stimulieren: anregen

subkutan: unter der Haut befindlich

T

trabekulär: bälkchenartig

T-Score: wesentlicher Parameter einer Knochendichtemessung, beschreibt die Differenz des Patientenwertes vom Mittelwert gesunder junger Erwachsener

V

vertebrale Fraktur: zu einem oder mehreren Wirbeln gehörend, einen Wirbel betreffender Knochenbruch

W

Wardsches Dreieck: Skelettareal nahe des Oberschenkelhalses, das besonders häufig eine niedrige Knochendichte aufweist

Z

Z-Score: Messwert, der die Knochendichte des Patienten mit normalen Personen gleichen Alters und Geschlechts vergleicht