Kompetenz-Netzwerk für Osteoporose-Interessierte
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28.04.2011 09:46 Alter: 6 Jahre

Nur 20 % der Osteoporose-Patienten erhalten rechtzeitig eine Diagnose und eine Therapie.

Doch nur durch Früherkennung und vorbeugende Maßnahmen ließen sich ein schwerer Krankheitsverlauf und weitere Folgeschäden wie Knochenbrüche vermeiden.

Darauf hat die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) nun hingewiesen.

Laut AWMF sind 80 Prozent der rund fünf Millionen Osteoporose-Patienten in Deutschland weiblich. Die Betroffenen bemerken sie Erkrankung meist zu spät, denn Osteoporose verursacht zunächst keine Beschwerden.

„Meist stellt sich erst nach einem Knochenbruch heraus, dass der Patient unter Knochenschwund leidet“, sagte Catharina Bullmann vom Hamburger Zentrum für Endokrinologie, Kinderwunsch, Pränatale Medizin.

Doch dann sei der Verlust der Knochenmasse oft schon weit fortgeschritten und die Stabilität der Knochen bereits sehr reduziert. Weitere Knochenbrüche und eine stark eingeschränkte Lebensqualität sind oft die Folge.

Besonders gefährdet sind laut AWMF Frauen nach den Wechseljahren. Alter, Bewegungsmangel, Untergewicht, Alkohol, Rauchen und Medikamente, welche die Knochensubstanz angreifen, tragen ebenfalls zu dieser Erkrankung bei.

„Diese Patientengruppen sollten sich regelmäßig auf ihr Knochenbruchrisiko testen lassen“, rät Bullmann. Früherkennung könne einen langen Leidensweg und insbesondere bei älteren Menschen lebensbedrohliche Folgeerkrankungen wie Lungenentzündung und Lungenembolie verhindern.

Nicht zu unterschätzen sei zudem der volkswirtschaftliche Faktor. „Die Krankheitskosten für Osteoporose-Patienten betragen in Deutschland mittlerweile etwa drei Milliarden Euro“, so Bullmann. © hil/aerzteblatt.de