Kompetenz-Netzwerk für Osteoporose-Interessierte

DOP-Konferenz 2011


10. DOP-KONFERENZ IN KONSTANZ

Der DOP darf auch heuer wieder auf eine allseits gelungene Veranstaltung in Konstanz zurückblicken.

Bereits zum 10. Mal fand dieser im deutschsprachigen Raum einzige Kongress für Osteoporose-SelbsthilfegruppenleiterInnen und andere MultiplikatorInnen aus dem Osteoporoseumfeld von 30.-31.03.2011 in Konstanz statt.

In Kooperation mit der Fachgruppe Sportwissenschaft an der Universität Konstanz unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Woll erlernten die rund 180 TeilnehmerInnen Strategien zur Überwindung der mit der Osteoporose einhergehenden Angst, Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Prof. Woll erklärte in seinem Vortrag die Salutogenese und die praktischen Konsequenzen, die sich aus dieser Perspektive für das Osteoporose-Management ergeben.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die ganzheitliche Rehabilitation aus Sicht der ICF von Dr. Ewert. Dies ist die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, die seit dem Jahr 2001 als offizielle Klassifikation der WHO gilt.

Ein Novum war der Schwerpunkt des Internets als Informationsquelle. In einem spannenden Vortrag brachte G. Suppan den Teilnehmern die Qualitätskriterien für Gesundheits-Websites näher und präsentierte einige "Social Media Plattformen", welche in den nächsten Jahren auch in der Selbsthilfearbeit immer mehr an Bedeutung gewinnen werden. 

Noch immer zu wenige Mediziner weisen Patienten mit diagnostizierten Wirbelkörperfrakturen auf die Möglichkeit einer operativen Therapie hin. Wirbelsäulenschmerzen müssen adäquat abgeklärt werden, um eine entsprechende Therapie frühzeitig einleiten zu können, erklärte Dr. Bogner.

Prof. Weber brachte die TeilnehmerInnen mit seinem Vortrag über die neuen Osteoporosetherapien auf den aktuellen medizinischen Stand.

Die evidenzbasierte Medizin zur Beurteilung von medizinischen Behandlungen und deren Nebenwirkungen wurde von Prof. Birkhäuser erklärt und diskutiert. 

In Workshops konnten die TeilnehmerInnen gezielt ihr Wissen in den Bereichen Prävention, Medikamentöse Therapien, Mentaltraining und Sturzprophylaxe  vertiefen. Ein weiterer Workshop befasste sich mit der Nutzung des Internets zur Vernetzung und Kommunikation zwischen den Betroffen und Angehörigen.

Die Industrieausstellung bot den TeilnehmerInnen die Möglichkeit zur persönlichen Information und Diskussion mit Vertretern unserer Partnerunternehmen.

Zur Entspannung nach einem anstrengenden Programm genossen die Teilnehmer das gemeinsame Abendessen im beeindruckenden Ambiente des Restaurant "Konzil" direkt am Hafen des Bodensees.

Die Patientenorganisationen im Osteoporosemanagement gewinnen weltweit stetig an Bedeutung. Weiterbildung und Erfahrungsaustausch stärken die Kompetenz der SelbsthilfegruppenleiterInnen und MultiplikatorInnen wie HotlinebetreuerInnen, PhysiotherapeutInnen und ErnährungsberaterInnen.

Wir freuen uns, dass wir mit dieser Konferenz auch heuer wieder einen Beitrag zur Qualitätssicherung innerhalb der patientenorientierten Organisationen beitragen konnten.

 

Wir danken unseren Unterstützern und Partnern:

Universität Konstanz

Amgen GmbH

Ensinger Mineralwasser GmbH

Medtronic GmbH

Novotec Medical GmbH

Roche Pharma GmbH